KLASSE! Wie nicht anders zu erwarten.
Da einige von NNs Kollegen dasein werden und sein Bischof, wird das prima ankommen.

— Notar a. D. E.N.

Auszug aus einer Rede zum 80. Geburtstag eines evangelischen Pfarrers im Erzgebirge:

ICH&NEIN

Hier stehe ich. Kann ich auch anders? mag sich J.H. in diesem Moment fragen, und weiter: Ich bin Pfarrer, evangelischer Pastor, Protestant. „Protestari heißt seiner gerichtlichen Bedeutung nach: sich zur Wehr setzen gegen ein verstrickendes Schweigen,“ erinnert der Theologe Klaus Heinrich in seinem Versuch über die Schwierigkeit nein zu sagen ́. „Sprachlosigkeit“ so Heinrich weiter, „ist das Nichts ́, gegen das sich das NEIN des Protestierenden richtet.“ Das öffentliche NEIN eines öffentlichen Zeugen (pro-TESTari) vor Zeugen. Mein erstes öffentliches Nein, erinnert sich J.H., 14 Jahre alt war ich, war das gegen das Nichts verweigerter Bildung, wegen – mangelhafter? – „gesellschaftlicher Bedingungen“ für die Oberschule; der Krieg hatte uns mit nichts zurückgelassen. 1958 das NEIN gegen das Zuchthaus-Nichts für Studentenpfarrer Schmutzler wegen „Staatshetze“, die Quittung kommt umgehend: meine Entlassung aus dem Osteuropa-Institut; Mitte der 60er das NEIN gegen die Deponierung behinderter Kinder im gesellschaftlichen Nichts an der sächsischen Peripherie in G.

Hätte ich anders gekonnt? Aus jedem NEIN ließ sich schöpfen: mit schulischer Selbst-Behauptung komme ich an Bücher en masse, am Osteuropa-Institut schulen sie mich in Demokratie; die Solidarität mit Schmutzler fokussiert mich auf das Buch: Theologiestudium in L.; dann die Quelle des Lebens: meine Frau C.F.

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