»Es ist gar nicht so schlimm, was zu sagen, und auch nicht schlimm, mich zu verhaspeln.«
Auch beim Sprechen vor anderen, bei jeder Art von Auftritt, meinen wir oft, alles »richtig machen zu müssen«, gut zu sein, oder besser noch »besser«, perfekt, »sauber«. Und verstocken entweder voller Selbstzweifel am eigenen Anspruch
oder werden glatt, abgeschliffen, maschinenhaft, ungenießbar.
Dabei brauchen und mögen wir doch das je Eigene, das uns als Menschen ausmacht. Nicht, dass wir uns keine Mühe geben sollten. Nur nicht so be-mühen, dass wir wahlweise verkrampfen oder uns selbst zum bloßen Produkt verkleinern.
Und was für ein Vergnügen, wenn es Menschen gelingt, zu sich selbst zu stehen, mit beiden Beinen auf dem Boden, und aus sich rauszukommen (und zu anderen zu stehen).
Wie gestern beim Impuls-Workshop »PROFIL DURCH SPRACHE« bei Joblinge Gemeinnützige AG Leipzig.
Üben, weniger zu machen. Weniger Worte. Schultern loslassen. Den Halt in den Füßen holen statt im Nacken. Erstmal einfach (haha) da sein. Krasse Herausforderung, plötzlich so ohne Schutz-Gewohnheiten herumzustehen.
Aber wie viel größer die Wirkung, die Klarheit.
Und dann merken »was es für einen Unterschied macht, auch wenn ich nur Kleinigkeiten verändere.«
Sich bei dem schönen Wort »Verhaspeln« zu verhaspeln, kann dann richtig toll sein.