So stoße ich vorhin auf Zitat-Notizen aus einem Gespräch mit Jonathan Meese (im Hotel Matze, September 24) und rufe mit:
MENSCH ALS KUNST. Ja.
Eigen nämlich.
Kann man das mit Kant kurzfunken?: Sieh Mensch als Zweck an sich selbst und nie nur als Mittel.
Ja. Hallo, Würde.
➞ Kein gegenseitiges Unterwerfen, nicht gewinnen wollen. Spielen! »Gewinnen wollen ist nicht Spielen. Das Spiel ist: das Spiel gewinnt, und ich stehe im Abseits.«
➞ Kein Nachhecheln der Macht, sondern Macht an sich selbst, Selbstführung=fürsorge (Veto Institut).

Auf etwas samtigere Art und Weise ÜBEN wir genau das mit PROFIL DURCH SPRACHE: das Eigene entdecken, pflegen, feiern, teilen, fruchtbar machen in der Begegnung mit den Eigenheiten der anderen. Sich sich selbst gestatten, Bewegtwerden zulassen.
In diesem Sinne das Ich als Kunst verstehen – ja! Aus und in einem Wir als Kunst – ja!

Meese: »Kunst ist die Überraschung, das Morgen. Du machst ne Tür auf und da siehst du was, was du noch nie gesehen hast. Du guckst nicht in den Spiegel, da siehst du dich selber. Du guckst am Spiegel vorbei. Im Spiegel siehst du nur die Vergangenheit.«

Also, gucken wir am Spiegel vorbei. Oh. Hallo.