Manchmal glaube ich, aller Mist entsteht, wenn wir 𝘀𝘁𝗮𝗿𝗿 𝘄𝗲𝗿𝗱𝗲𝗻, verkrampft, zu eingerichtet, eng. Chronische 𝗙𝗲𝘀𝘁𝗳𝗮𝗵𝗿-𝗚𝗲𝗳𝗮𝗵𝗿. Steigt leider sowohl mit Erfolg wie auch mit Unsicherheit:
Entweder wir haben uns (zu sehr) eingerichtet in dem Vorgehen, das (früher mal) toll funktioniert hat, oder wir fühlen das Schwanken der Umstände – alles so unklar hier –, und krallen uns Befehle und Anschuldigungen bellend an der Reling fest, suchen Halt über Kontrolle. Dann versteinern wir, werden unflexibel, beharren auf unseren Standpunkten und schaffen keine Perspektivwechsel mehr.
Das zeigt sich auch im Körper: 𝘝𝘦𝘳𝘬𝘳𝘢𝘮𝘱𝘧𝘵𝘦 𝘚𝘤𝘩𝘶𝘭𝘵𝘦𝘳𝘯, 𝘬𝘯𝘪𝘳𝘴𝘤𝘩𝘦𝘯𝘥𝘦 𝘡𝘢̈𝘩𝘯𝘦 usw.
Umgekehrt können wir, juhu, indem wir den Körper 𝘢𝘶𝘧𝘳𝘪𝘤𝘩𝘵𝘦𝘯, 𝘭𝘰𝘤𝘬𝘦𝘳𝘯 und über die Füße 𝘏𝘢𝘭𝘵 𝘢𝘮 𝘉𝘰𝘥𝘦𝘯 finden, auch die Freiheit, Kreativität und Souveränität zurückgewinnen, die uns Unsicherheiten als Chance sehen lässt. Die uns außerdem Gelassenheit gibt und befähigt, mit den Fehltritten anderer streng UND gnädig umzugehen. Gerade bei Verbündeten.
Also mit einer aufrechten = aufgerichteten Haltung, die eben keine Verstarrung ist, sondern eine Basis, ein 𝘀𝗰𝗵𝘄𝗶𝗻𝗴𝗲𝗻𝗱𝗲𝘀 𝗥𝘂̈𝗰𝗸𝗴𝗿𝗮𝘁. So eine haltgebende Haltung macht uns beweglich, nicht im Sinne von Fähnchen im Wind, sondern im Sinne von Mit-Rückgrat-Aufeinanderzugehen- und Sich-verändern-lassen-können.
Und Verändern können wir uns immer, wäre doch auch verdammt öde sonst.
Ein Ziel unserer 𝘗𝘳𝘰𝘧𝘪𝘭-𝘥𝘶𝘳𝘤𝘩-𝘚𝘱𝘳𝘢𝘤𝘩𝘦-Übungen ist es deshalb, mit Neugier und Freude 𝗮𝘂𝘀 𝗴𝗲𝘄𝗼𝗵𝗻𝘁𝗲𝗻 𝗛𝗮𝗹𝘁𝘂𝗻𝗴𝗲𝗻 𝗵𝗲𝗿𝗮𝘂𝘀𝘇𝘂𝗸𝗼𝗺𝗺𝗲𝗻. Um persönliche und gesellschaftliche Verkrampfung aufzulösen, hin zu einer fruchtbaren Verspieltheit und Genuss. Denn 𝗚𝗲𝗻𝘂𝘀𝘀 macht uns präzise. Und schöner. :)