𝐅ä𝐥𝐥𝐭 𝐞𝐬 𝐝𝐢𝐫 𝐥𝐞𝐢𝐜𝐡𝐭, 𝐥𝐨𝐬𝐳𝐮𝐥𝐚𝐬𝐬𝐞𝐧? Wann? Was braucht es dafür?
Zum Beispiel das Gehirn: braucht seinen scheinbaren Leerlauf, um aus dem Gedankenmeer neue Glitzersteine an den Strand zu spülen. Eine Rauschzeit, wo es nicht Erledigungen jongliert. Das geht leichter, wenn der Rest des Körpers mit-wenigert: Schweifen, Rumliegen, Spazieren vielleicht? Kochen?
– Aber dann auch 𝐰𝐚𝐜𝐡 𝐮𝐧𝐝 𝐛𝐞𝐫𝐞𝐢𝐭 sein.
Oder in der Kommunikation: hilft es, wenn wir aneinander Raum lassen, um uns wahrnehmen und hören zu können, d.h. also: wenn ich mich selbst etwas zurücknehme.
– Aber dann auch 𝐫𝐞𝐚𝐠𝐢𝐞𝐫𝐞𝐧.
Oder im Körper: könnten die meisten sich mehr vom Weniger gönnen: weich in den Knien, Schultern locker, Spannung raus. Ist gesünder und sieht besser aus.
– Aber mit Füßen am Boden und einem 𝐑ü𝐜𝐤𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐞 𝐦𝐢𝐭 𝐅𝐥ü𝐠𝐞𝐥𝐧: offen, breit, tragend.
Das sagt sich schön, nicht wahr, aber wir lieeeeeben dieses Gefühl, alles »unter Kontrolle« zu haben. Abzusichern.
Wer ständig macht und tut und wuselt und redet, ist womöglich also eigentlich unsicher und müht sich gerade, das zu ändern. Wer dagegen »nur« so da ist und gar nichts zu machen scheint, wirkt 𝐬𝐨𝐮𝐯𝐞𝐫ä𝐧𝐞𝐫. Vorausgesetzt, diese Person tut in Wahrheit doch etwas: hört zu, kriegt mit, ist sehr aktiv »nur so da«. Sonst wär’s nicht souverän, sondern arrogantignorant.
Dieses 𝐋𝐨𝐬𝐥𝐚𝐬𝐬𝐞𝐧, 𝐝𝐢𝐞𝐬𝐞𝐬 𝐚𝐤𝐭𝐢𝐯𝐞, 𝐛𝐞𝐫𝐞𝐢𝐭𝐞»𝐍𝐮𝐫-𝐬𝐨-𝐃𝐚𝐬𝐞𝐢𝐧«,
das dürfen wir ü𝐛𝐞𝐧. Aber…
– Aber es lohnt sich.